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STRADA DELL'OLIO E DEL VINO DEL MONTALBANO - LE COLLINE DI LEONARDO

Renaissance und Barock - Herrschaftliches Bauwesen und Kunst


Das aktuelle Landschaftsbild des Montalbano ist die direkte Folge eines ganz genauen Datums: das Jahr 1470. In jenem Jahr etwa begann Lorenzo de? Medici das Land des Montalbano zu kaufen. Sein Ansinnen war h?chstwahrscheinlich in L?ndereien (und damit in die Landwirtschaft) eines Gebietes zu investieren, das bis dahin aus produktiver Sicht nicht auf zweckm??ige Weise genutzt wurde. Der Montalbano war, wie er sich damals in den Augen Lorenzos pr?sentiert haben musste, von W?ldern bedeckt, vor allem die H?gel- Gebirgsgegend; Fl?sse und Wildb?che durchzogen die Landschaft und in der Gebend der Padule gab es S?mpfe. Die ersten K?ufe der Medici wurden im Gebiet von Carmignano und Tizzana get?tigt. Im Lauf der Zeit erweiterte sich das Interesse auf das gesamte Terrain des Montalbano. Angesichts der Modalit?ten, mit den dieser Prozess vor sich ging, ist es plausibel Montalbano als ein Symbol-Gebiet in Bezug auf den systematischen Eingriff, ja fast als ein gro?es Laboratorium zu betrachten, wo ein nicht vom Zufall gepr?gtes Projekt umgesetzt wurde. Vor allem die Medici, aber auch die P?pste und die wichtigsten Adelsfamilien Mittelitaliens lie?en hier Bauwerke errichten und sorgten f?r Landschaftsgestaltung. Die Reise in die Renaissance und in die Barockzeit von Montalbano ist daher eine von diesem Projekt stark gepr?gte Strecke, ein Projekt, das Kunst, Wirtschaft und die Gesellschaft ihrer Zeit umfasst und noch heute das Gleichgewicht dieser Branchen beeinflusst. Renaissance und Barock kommen auch in relevanten Kirchenbauten, in der Freskenmalerei und in Andachtsgegenst?nden und ?einrichtungen als Zeichen der tiefen Religiosit?t der Bev?lkerung in der Geschichte zum Ausdruck.

DIE 50 VILLEN VON MONTALBANO

Von dem s?dlicheren Streifen bis nach Serravalle ist Montalbano eine Landschaft mit Renaissance-Villen. In einer ?bersicht sind mehr als 50 Villen aufgef?hrt , die auf einem Territorium von nur 9 Gemeinden (Vinci, Capraia e Limite, Cerreto Guidi, Larciano, Monsummano Terme, Serravalle Pistoiese, Quarrata, Lamporecchio und Carmignano) verstreut liegen, die Anzahl Gemeinden, die das Gebiet von Montalbano bilden. Neben den Villen gibt es zahlreiche Pal?ste und Gutsh?fe, die oft von ihrer Funktion und Anlage her als Wohngeb?ude pr?sentieren. An keinem anderen Ort als Montalbano ist es so offensichtlich, dass die urspr?ngliche Bedeutung von ?Villa? als ein Mikrouniversum von landwirtschaftlicher T?tigkeit zu verstehen war.
Nachfolgend ein Verzeichnis mit den relevantesten Zeugen an Villen und Pal?sten von Montalbano
Lamporecchio: Villa Rospigliosi
Papiano: Villa Torrigiani
Limite: Villa Bibbiani
Cerreto Guidi: Villa Medicea
Bassa: Villa La Motta, Villa di Colle Alberti
Gavena: Villa Mori
Stabbia: Palazzo di Stabbia
Artimino (Carmignano): Villa Medicea “La Ferdinanda”
Vinci: Villa Martelli, Villa del Ferrale, Villa Calappiano, Villa Dianella
Serravalle Pistoiese: Villa Costa Righini o Il Cassero, Villa De Rossi, Villa di Lanciole, Villa Montegattoli
Vinacciano: Palazzo Cancellieri
Quarrata: Villa La Magia
Monsummano Terme: Villa Renatico Martini, Fattoria delle Case
Montevettolini: Villa Medicea
Castelmartini (Larciano): Villa Poggi Banchieri

Im Zentrum von Montalbano, genauer in Spicchio etwas oberhalb von Lamporecchio gelegen, steht eine der imposantesten Villen, die sich dem Auge bieten kann, die aber gleichzeitig zweckm??ig ist: Villa Rospigliosi.
Die urspr?nglich aus Mailand stammende Familie Rospigliosi geht bereits aus einer Urkunde aus dem 13. Jh. als Besitzer der L?ndereien in diesem Gebiet der Toscana hervor.
LDie Villa lie? Giulio Rospigliosi bauen, im Amt als Papst von 1667 bis 1669 mit dem Namen Clemente IX. Die Beauftragung mit dem Projekt soll an Bernini gegangen sein, obgleich sp?ter fortgef?hrt von einem seiner Sch?ler, Mattia de? Rossi. Der Bau wurde 1675 nach dem Tod von Clemente IX. vollendet. Derzeit ist die Villa Privatbesitz, wo Kongresse, Veranstaltungen und Bankette veranstaltet werden. Das Hauptgeb?ude mit H-f?rmigem Grundriss besteht aus drei Quadern. Die beiden von Bernini entworfenen Haupttore ?ffnen sich im Hochparterre auf der Stirnseite und auf der R?ckseite. Davor prangt das von Wappen der Familie Rospigliosi mit den p?pstlichen Insignien. Der ?u?ere Aspekt ist linear gestaltet, wie der verbreitete toskanische Stil der Epoche vorsah. Die toskanische Pr?gung wird auch am Kontrast von grauem Stein und Putz deutlich. Die Etagen sind vier: Kellergeschoss, Erdgeschoss oder Hochparterre, der dem ersten Obergeschoss entspricht, Zwischengeschoss und erste Etage. Das beachtenswerteste Ambiente ist der Hauptsaal mit Dekorationen von Ludovico Gimignani (17.Jh.).
Die Fresken und Dekorationen stellen ?Aurora und Apollo im Sonnenwagen? in der Deckenmitte dar, Allegorien der Tierkreiszeichen in den Pendentifs und vorget?uschte Wandarchitekturen. Auch die ?brigen R?umlichkeiten im Hochparterre pr?sentieren Darstellungen aus einer geringeren Schule. Das Grundst?ck der Villa umfasst die Familienkapelle, die den Heiligen Simone und Giuda geweiht ist und 1679 nach dem Projekt von Mattia de? Rossi fertiggestellt wurde, die Freskenmalerei in der Kuppel ist ein Werk von Alessandro Gherardini (Ende 17. Jh.). Die Villa ist von einem gro?en Park umgeben, der in eine obere Parzelle (?I Giardinetti?) und eine untere Parzelle (?Il Chiuso?) unterteilt ist. Bis zum 19. Jahrhundert wurde der Park als Jagdrevier benutzt.
Im Park gibt es Steineichen, Zypressen, Sommereichen und Flaumeichen, Mittelmeer-Pinien, Zerreichen und Fichten, die bis 30 Meter hoch wachsen und eine Durchmesser von 70 Zentimetern erreichen. Eine mit Steineichen ums?umte Allee f?hrt zur Villa. Unweit von Lamporecchio liegt Papiano mit der Villa Torrigiani (16. Jh.); im 19. Jh. wurden daran einige Ver?nderungen in Neorenaissancestil vorgenommen. Sie wird auch ?Villa der Amerikanerin? genannt, nicht zu ungut, denn ihre Besitzerin war Laura Jonne Merrick.
Im Ort von Vinci steht Villa Martelli, die in den 20er Jahren des 20. Jh. vom Architekten Adolfo Copped? auf Auftrag des Abgeordneten Alessandro Martelli (Privatbesitz) wieder aufgebaut wurde. Die Villa befindet sich an der Stra?enachse im Gebiet von Borgo Nuovo und ist auf einem von Zypressen ums?umten Weg erreichbar. Der architektonische Stil ist eklektisch gehalten ? ein Revival - mit einem imposanten Turm aus Ziegel und drei Halbk?rpern. Der zentrale Teil der Villa ist von einem auf S?ulen ruhenden ?berdachten Bogengang ?berbaut, ein mit dekorierten Holzbrettern verkleideter zeitgem??er Balkon.
Ebenfalls in Vinci, Richtung Anchiano, dem Ortsteil, wo sich das Geburtshaus Leonardos befindet, steht Villa del Ferrale. Dieses Geb?ude stand bereits zu Lebzeiten Leonardos und beherbergte 1867 Giuseppe Garibaldi, als Erinnerung befindet sich an der Stirnseite eine Inschrift.
5 Kilometer von Vinci entfernt, auf dem H?gel Campocollese, befindet sich Villa Dianella, die von einem jahrhunderte alten Park mit Tannen, Rosskastanien, Steineichen und Zypressen umgeben ist. Das Datum der ersten Konstruktion ist ungewiss, da die Villa das Resultat eine Kombination verschiedener Geb?ude ist. Die Eigent?mer waren die Medici. In dieser Villa dichtete der Poet Renato Fucini (1843 - 1921) ?Le Veglie di Neri?, er lebte hier und ist in der Familienkapelle beigesetzt. In derselben Kapelle befindet sich gut erkennbar eine r?mische Grabstele mit Inschrift und geschm?ckt mit Reblingen, Trauben und Szenen aus der Fabel ?Der Fuchs und der Storch? von ?sop.
S?dwestlich von Vinci, unweit der Landstra?e, die nach Fucecchio f?hrt, zeigt Cerreto Guidi angesichts der gro?en Zahl an Bauernh?fen und Villen auf diesem Boden seine Berufung zur Landwirtschaft. Der urspr?ngliche Name (Cerreto in Creti oder Greti) ist Zeuge der Bodentypologie ? vom Arno angesp?ltes Schwemmland. Der heutige Name stammt von den Grafen Guidi, Gro?grundbesitzer in diesem Gebiet. Der Ort hat mehrere sehenswerte antike Monumente, darunter die Kirche Santa Liberata (1336 erbaut und ab 1655 erweitert); im Innenbereich sind Freskomalereien von Bernardino da Cipiglio aus der Schule von Giotto, die Pfarrkirche San Leonardo (11. Jh.) mit einem Kirchturm, der aus einem der T?rme der Burg der Guidi geschaffen wurde. In der Kirche sind verschiedene Kunstwerke des 16. und 17. Jahrhunderts zu sehen, darunter das Tafelbild ?Santi Giacomo e Sebastiano in adorazione della Trinit??, das Sebastiano Vini (1571) zugeschrieben wird; der Taufbrunnen aus buntglasierter Terracotta mit Episoden aus dem Leben des hl. Johannes, der Giovanni della Robbia zugeschrieben wird (die Datierung 1511ist darauf eingraviert).
In Cerreto steht die Villa Medicea. Ihr Bau geht auf die Zeit zwischen 1564 und 1568 zur?ck. Auftraggeber war Cosimo I. Die Villa war das Koordinierungszentrum f?r die verschiedenen Gutsh?fe der Medici in diesem Gebiet, fungierte aber auch als Jagdschloss bei Treibjagden auf Fasenen, Wildschweine und Damhirsche, die die umliegenden Felder und L?ndereien bev?lkerten. Zum Bau der Villa wurde ein Teil der Mauer der antiken Burg ausgebrochen, der durch ?mediceische Treppen? ersetzt wurde. Die unter den Treppen gewonnenen R?ume (Stalloni genannt) gew?hrte der Gro?herzog Pietro Leopoldo di Lorena der Bev?lkerung, damit sie die als ?berdachten Markt (1780) nutzen konnte. In den kommenden zwei Jahrhunderten wechselten die Besitzer der Villa mehrere Male: von Antonio Tonini di Pescia ?ber Maggi di Livorno (die die befahrbare Stra?e der Villa anlegen und im Innenbereich die neoklassischen Dekors schaffen lie?en), die Geddes da Filicaia bis Galliano Boldrini. 1966 schenkte Boldrini dem Staat die Villa. Seit 1978 ist sie f?r die Besucher zug?nglich. In der Villa sind das Historische Jagd- und Heimatkundemuseum und eine wertvolle Sammlung von Gem?lde und Kunstgegenst?nden zum gro?en Teil aus den Sammlungen des Antiquit?tenhandlers Stefano Bardini untergebracht. Im Au?enbereich befindet sich ein italienischer Garten mit kleinen Abmessungen, aber dennoch von beeindruckender Wirkung und sehr malerisch.
Ebenfalls in der Umgebung von Cerreto Guidi, in ?stlicher Lage gegen?ber dem Hauptort der Gemeinde liegt Stabbia, ein von Weideland umgebener Ort, der aber auch befestigt ist, wie aus einer Urkunde aus dem Jahr 1244 von Kaiser Friedrich II. hervorgeht. Von der kleinen Festung zeugt keine Stein mehr. Die Medici legten hier einen Gutshof an und lie?en eine Brennerei und einen Palazzo f?r die Aufenthalte von Cosimo I. in den Jahren vor dem Bau von Villa di Cerreto errichten. Der Palazzo, wenn auch umgearbeite, besteht noch. Die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus ist von 1783 und wurde vom Gro?herzog Pietro Leopoldo in Auftrag gegeben. Auf dem Weg in Richtung Larciano kann man die Kirche San Rocco besichtigen (Ende 16. Jh.). 1631 wurde die urspr?ngliche Kirche (der Beata Vergine gewidmet) wieder aufgebaut und als Dank f?r die Beendigung der Pestepidemie nach San Rocco benannt. Aus dem 17.Jh. bewahrt die Kirche einen Altar (1641) aus Pietra Serena, einem grauen Sandstein. Umbauarbeiten im 19. Jh. gestalteten den Grundriss in ein Bauwerk mit lateinischem Kreuz um. In Larciano befindet sich das Oratorium der Bruderschaft Leib Christi, wo das ?Das Abendmahl? von einem unbekannten Meister aus dem Jahr 1699 bewundert werden kann. Kirchenwerke von besonderem Wert, die im 15. und 16. Jh. geschaffen wurden, sind in der Kirche San Niccol? in Cecina aufbewahrt. Derselbe Altar der Kirche romanischen Ursprungs ihrer Grundmauern tr?gt die Gravierung 1632. Im Innenbereich sind eine Freskenmalereie 15. Jh. eines unbekannten Meisters von Relevanz, die ?S. Lorenzo, Erzengel Raffael und Tobiolo, S. Sigismondo und S. Rocco? darstellt (ziemlich zuverl?ssig ist sie Donnino di Domenico zuzuschreiben) und ein Gem?lde aus der ersten H?lfte des 16. Jh., das ?La Madonna in trono? zeigt. Am Gew?lbe des Hauptaltars ist ein San Nicola gewidmetes Fresko, Ende 16. Jh. In Richtung Norden auf der Landstra?e nach Monsummano gelangt man nach Castelmartini, wo sich die Villa Poggi Banchieri mit ihrem gro?en Park (Privatbesitz) befindet. Das urspr?ngliche Geb?ude, das bereits den Panciatichi, Ammannati und den Gro?herz?gen der Toskana geh?rte, wurde im 19. Jh. renoviert. Es besteht aus einem einzigen viereckigen K?rper mit den Nebengeb?uden. Es liegt in der Mitte eines gro?en Parks, der von geometrischen Trassen durchzogen ist.
Im Ort befindet sich die Kirche San Donnino, die an der Stelle einer vorher existierenden Kapelle gebaut wurde, die sich auf dem Grundst?ck und Jagdrevier der Poggi Banchieri befand. Sie wurde in der Pfarrei 1782 errichtet. Im Innenbereich bewahrt sie ein Gem?lde aus dem 18. Jh. ?San Giuseppe tra i Santi Antonio Abate e Donnino?, ein Kreuz aus dem 18.-19. Jh. und ein Holzchor von 1877. Von Larciano aus in Richtung Nordosten st??t man auf Montevettolini, wo ein Besuch des Oratoriums della Madonna della Neve (15.? 16. Jh.), der Kirche San Michele (die es bereits im 13. Jh. gab und zum gro?en Teil im 18. Jh. umgebaut wurde; Freskenmalereien und Bilder aus dem 15. und 16. Jh..) und der Villa Medicea zu empfehlen ist. Die Erbauung der Villa geht auf das Jahr 1597 zur?ck und wurde nach der Zeichnung desselben Architekten gestaltet, dem der Bau der Wallfahrtskirche S. Maria della Fonte Nuova in Monsummano ?bertragen worden war. Sie diente als Aufenthaltsort f?r die Jagdveranstaltungen im Barco di Ferdinando I de? Medici und wurde zum Bezugspunkt f?r die Koordinierung von den Medici in Valdinievole angeordneten Trockenlegungsarbeiten. Der Grundriss der Villa ist unregelm??ig, da die Villa auf dem Fundament der antiken Burg erbaut ist. 1650 wurde sie an die Gro?herz?ge verkauft, ging dann an die Bartolomei und danach an die Borghese. Sie ist von einem gro?fl?chigen Park mit Hecken und hochst?mmigen B?umen umgeben.
Ebenfalls in Montevettolini stehen der Palazzo Bargellini (Anfang 17. Jh.), der den Borghese geh?rte, und Palazzo Mimbelli (Ende 16. Jh.) neben Palazzo Baldini (17. Jh.) mit Blick auf die Piazza San Bartolomeo mit seinem charakteristischen Wappen an der Stirnseite, auf dem ein auf den Hinterbeinen stehender Bock dargestellt ist, der das Symbol des vorherigen Besitzers war.
In Monsummano Alto sollte ein Blick ins Innere der Kirche San Niccolao (12. Jh., mit Kirchturm 13. Jh.) wegen seiner Malereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert geworfen werden. Aber in Monsummano Basso findet die Fr?mmigkeit der Renaissance und des Barock in Montalbano seine h?chste Ausdrucksform in der Basilica-Wallfahrtskirche S. Maria della Fonte Nuova. Der Legende nach sollen an diesem Ort zwei Wunder geschehen sein: am 9. Juni 1573 soll dem Hirtenm?dchen Jacopina Mariotti die Jungfrau Maria erschienen sein, und am 7. Juli 1602 soll sich pl?tzlich eine Quelle aufgetan haben. Die Ber?hmtheit des ersten Wunders (die Jungfrau Maria soll dem Hirtenm?dchen erschienen sein, das seine Herde verloren hatte. Es kniete sich vor eine Bets?ule und bat darum, sie ihr wiederzufinden) hatte innerhalb nur weniger Jahr ein Oratorium entstehen lassen, das ein Pilgerziel ist. Das zweite Wunder ereignete sich in einer Trockenzeit und f?hrte zu einer starken Zunahme an Gl?ubigen. Mit den Bauarbeiten der Wallfahrtskirche wurden vom Gro?herzog der Toscana der Architekt Gherardo Mechini und der Baumeister Domenico Marcacci vom Gro?herzog der Toscana betraut. Die Basilika wurde 1616 fertiggestellt. Der Bogengang im Au?enereich der Wallfahrtskirche pr?sentiert Rundb?gen und 14 L?netten mit Fresken von Giovanni da San Giovanni, auf denen die Wunder und die Geschichte der St?tten dargestellt sind. Der Kirchturm ist von 1650. Der Innenbereich besteht aus einem einzigen Kirchenschiff und einem Querschiff, die sich kreuzen. Verschiedene Gem?lde (17. Jh. ) schm?cken die W?nde. In der N?he der Wallfahrtskirche stehen das Oratorium San Carlo und die Osteria der Pilgerer (1616).
In der Umgebung von Monsummano liegt Villa Renatico - Martini. Das Geb?ude soll bereits zu der Zeit gestanden haben, als die Wallfahrtskirche gebaut wurde, und zwar zu Beginn des 17. Jh. . Und hier lebte der Gro?herzog, der anl??lich des Beginns der Bauarbeiten der Basilika nach Monsummano kam. Das derzeitige Geb?ude stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Schriftsteller und Politiker Ferdinando Martini lie? sie f?r sich ausbauen. Die Villa ist Gemeindebesitz und Sitz des Museums. Sie besteht aus einem kompakten Block auf zwei Stockwerken, gro?er Zugangstreppe und doppelreihig angeordneten Fenstern. Im Innenbereich befinden sich gemalte Kassettendecken, die mit bunten Keramikmedaillons dekoriert sind. Auf dem Weg nach Norden in Serravalle Pistoiese steht der Sitz des Stadtvogts, Palazzo del Podest?.
Cosimo I. De? Medici lie? ihn im 16. Jahrhundert bauen. Urspr?nglich umfasste er das Pr?torium Palazzo Pretorio, das Gef?ngnis und die Unterkunft des Stadtvogts. Von Serravalle Richtung Pistoia, nach rechts in Richtung H?gel gelangt man nach Vinacciano, wo Palazzo Cancellieri (16. Jh., mit Turm) und auch die Pfarreikirche Santi Marcello e Lucia zu finden sind, die im 17. Jh. umgebaut worden ist, deren Ursprung weitaus antiker ist. In der Kirche sind verschiedene Werke, darunter das Gem?lde ?Madonna in trono con Bambino e Santi Bartolomeo e Marcello papa? (15. Jh), das m?glicherweise Leonardo Malatesta zuzuordnen ist. Zur?ck auf die Stra?e nach Quarrata muss unbedingt bei Villa Costa Righini oder ?Il Cassero? von Cantagrillo ein Halt eingelegt werden. Sie wurde in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts nach Pl?nen des Architekten Piero Antonio Tosi aus Pistoia gebaut. Bauherr war der Senator Coriolano Montemagni. Die volkst?mliche Bezeichnung der Villa leitet sich ab von ?castrum? und bezieht sich auf das Schloss, das einst hier stand. Sie ist quaderf?rmig auf drei Stockwerken angeordnet, ihre Linien sind besonders schlicht. Im Innenbereich befinden sich zahlreiche und wertvolle Freskenmalereien, darunter die Dekorationen im Billiardsaal, ein Werk von Paolo dell?Era (1871) und Allegorien zum Kartenspiel. Die Privatkapelle im Garten hinter der Villa stammt aus dem Jahr 1729. Vor der Villa befindet sich eine Rotonde mit italienischem Garten und einem zentral gelegenen Springbrunnen. Schlie?lich kommt man nach Quarrata und zur Villa La Magia. Der Name der Villa, die es bereits im 13. Jh. gab, soll von einer ?Monna Magia? herr?hren, nach deren Namen auch ein Ortsteil von Pistoia genannt wurde. Die ethymologische Bedeutung ist allerdings ungewisse und l??t die M?glichkeit offen, es k?nne sich um ein adliges Patronymikum handeln. Im Mittelalter stand an diesem Ort ein Schloss, das sp?ter in einen Wohnsitz umfunktioniert wurde. 1530 hatte Gualtieri Panciatichi anl??lich einer Treibjag Kaiser Karl V. und Alessandro de? Medici zu Gast. Die Villa wurde Ende des 16. Jahrhunderts von Francesco I. de? Medici gekauft, der sie von Bernardo Buontalenti, Hofarchitekt, umbauen lie?. In der N?he verlief der Barco Reale. 1626 lie?en die Medici einen Mauerg?rtel um das Jagdrevier mit einem Umfang von ca. 50 km errichten. In diesem Revier befinden sich ein zweist?ckiger taubenschlagartig gestalteter Turm mit quadratischem Grundriss aus dem 13. Jh. und ein italienischer Garten.
Dann gelangt man nach Carmignano mit seinen zahlreichen Villen, die in den angrenzenden Ortschaften hier und da verstreut sind. Zuerst treffen wir in Artimino auf die Villa La Ferdinanda, die Ferdinando I de? Medici (1551 ? 1609) errichten lie?. Sie wird wegen ihrer vielen Kamine, die sie ?berragen auch ?Villa der 100 Kamine? genannt. Ihre einzigartige Pracht ist dadurch gerechtfertigt, dass sie einst mediceische Jagdresidenz innerhalb des Jagdgeheges war. Der ber?hmte Sch?pfer des Projekts war der Florentiner Bernardo Buontalenti. Die Gro?herz?ge hatten sie bis 1782 in Besitz, dann wurde sie an den Markgrafen Lorenzo Bartolomei ver?u?ert. Die nachfolgenden Besitzer, die Maraini, lie?en in den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. gro?t angelegte Umbauarbeiten daran vornehmen. Ihr Grundriss bildet ein Rechteck. Eine Au?entreppe (1911) mit doppeltem Umlauf, verl?ngert durch eine Zugangsrampe f?hrt zur Loggia mit S?ulengang im oberen Stock. Eine B?ste erinnert an Ferdinando I. Jedes Zimmer in der Villa tr?gt einen Namen je nach Funktion oder dekorativen Besonderheiten. Der Innenbereich ist dennoch stilgerecht linear und streng mit Freskenmalereien und in der Loggia Stuckwerken, Wappen und Festonen. In der Villa befindet sich die Familienkapelle mit Fresken und Gem?lden (?ffentliches Eigentum).
In Poggio alla Malva im Gebiet von Carmignano steht die Kirche Santo Stefano (18. Jh.). Die Fresken der fr?heren Kirche (11. Jh.) wurden von den W?nden gel?st und auf Tafeln aufgetragen, die im Kirchengeb?ude ausgehangen sind. An der linken Altarseite befindet sich die ?Madonna con Bambino e Santi? von Neri di Bicci (1419 ? 1491).
In Capraia ist die Pfarreikirche Santo Stefano (17. Jh.) sehenswert., w?hrend sich in Limite ein Besuch in der Kirche S. Maria lohnt (im 12. Jh. zum ersten Mal erw?hnt, wurde im 18. Jh. radikaler Umbauarbeiten unterzogen; in der Absis ?Annunciazione fra i Santi Francesco e Antonio?, 16. ? 17. Jh, und ?Madonna del Rosario e Santi?, del 1631), das Oratorium der hl. Dreifaltigkeit (1578 barocke Umbauten), die Abtei San Martino in campo (aus dem Mittelalter, im 17./18. Jh umgebaut; Kirchturm von 1681). In Limite befindet sich Villa Bibbiani. Der Grundbesitz mit der Villa und dem Park von Bibbiani trennt die Ortschaften von Limite sull?Arno und Capraia Fiorentina, und erstreckt sich am Flussufer entlang der Berh?nge. Die Gesamtfl?che betr?gt ca. 410 ha mit 270 ha Schlagwald, 20 ha Weingel?nde und 45 spezialisierte Olivenhaine, 20 Saatland und 30 Baumschule (Pappeln, Walnussb?ume, Kirschb?ume). Im Zentrum des Grundbesitzes liegt Villa di Bibbiani, im Herzen des Monumentalparks von 20 ha, teilweise als italienischer Garten gestaltet, der gr??te Teil ist ein romantischer Park mit den verschiedensten ?u?erst wertvollen Baumarten. Der Park wurde zwischen 1815 und 1830 von Cosimo Ridolfi angelegt. Villa und Park unterstehen den Bestimmungen des Denkmalschutzes seitens des Ministeriums f?r Kultur- und Umweltg?ter; sie geh?ren zum Verband Historischer Wohnsitze in Italien ?Associazione delle Dimore Storiche Italiane?. Von besonderem Interesse sind das Theater in der Villa 18. Jh., der mittelalterliche Eiskeller, der Bogen genannt ?dell?Uomo? und der Tannenwald mit exotischen Nadelb?umen, der die Tadition der Ridolfi fortsetzt; der longobardische Hof (13. Jh.), Eigentum der Benediktiner bis zum 14. Jh., Bibbiani, Eigentum der Frescobaldi bis zum 18. Jh, war Mitgift von Anastasia Frescobaldi an Pietro Ridolfi. Anna erzieht in Bibbiani ihren Sohn Cosimo und lehrt ihm die Liebe zur Natur und Landwirtschaft, was die wesentlichen Z?ge des gro?en Florentiners pr?gen soll. Im 20. Jh., nach einer kurzen Periode der Franchetti, geht Bibbiani in den 30er Jahren in den Besitz der Familie Del Gratta ?ber, die mit der Sanierung der Kriegssch?den von Villa und dem Park beginnt, den Um- und Ausbau der Weinfelder und Olivenhaine vornimmt, und eine Weinkellerei mit modernen Anlagen schafft. Bibbiani-Wein und ?l k?nnen sich im internationalen Markt mit einem breitgef?cherten Sortiment behaupten: Chianti DOCG Poggio Vignoso, der Typische Montalbano, Sangiovese aus Pulignano und die IGT Treggiaia und Montereggi, wertvoller Vin Santo und Bianco Ambra aus Bibbiani. Der Park ist von Mai bis September ge?ffnet. Die Besuche, auch mit F?hrung, m?ssen vorher angemeldet werden. (Tel. 0571 57338, Fax 0571 979356; E-Mail bibbiani@penteres.it ; www.bibbianivilla.it). Neben der pr?chtigen Vegetation k?nnen die Besucher verschiede Vogelarten und kleine Waldtiere, wie Eichh?rnchen, beobachten.<


EINE WERTVOLLE VOTIVGABE IN LAMPORECCHIO

1524 gab die Bev?lkerung von Lamporecchio bei Giovanni Della Robbia ein Kunstwerk zur Danksagung f?r die Beendigung der Pestepedemie, die das Gebiet heimgesucht hatte, in Auftrag. Das Basrelief ?Heimsuchung? aus glasierter Terracotta befindet sich in der Pfarreikirch S. Stefano, einem Neorenaissancegeb?ude, das nach einem Projekt von Bernardini zwischen 1900 und 1921 an der Stelle der fr?heren Kirche (14. Jh.) erbaut wurde, von der nur noch der Kirchturm mit Zinnen geblieben ist. Das Basrelief stellt die Vergine und S. Elisabetta in der Mitte, S. Sebastiano, links und S. Rocco rechts dar. Die Taube des Heiligen Geistes und zwei Engel. In dem gef?cherten sind Passagen aus dem Lukas-, Stephanus- und Petrus-Evangelium, Mari? Verk?ndigung, S. Paolo und S. Giovani Battista dargestellt. An den Pfeilern sieht man Szenen der Passion Christi; oberhalb des Geb?lks der Heiland zwischen zwei Engeln. In der heutigen Kirche sind Alt?re aus Pietra Serena der Vorg?ngerkirche, auf einem ist das Wappen der Rospigliosi. Ein Holzkruzifix stammt aus dem 17. Jh. Auch der Raum mit dem Taufbecken ist aus der antiken Kirche. Im Chor sind verschiedene Gem?lde aus dem 16., 17. und 18. Jh.


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